Fabrikationsstätte
1887 gehen Klosterkirche und Klostergebäude nach jahrelangem Leerstand und zwischen- zeitlicher Nutzung als Schlosserei in den Besitz des expandierenden Textilunternehmens Carl Mühlinghaus über. Nach und nach entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Klosterhofs eine weitverzweigte Fabrikationsanlage für Trikotagen, die auch die vorhandene Bausubstanz mit einbezieht. In die Klosterkirche werden fünf übereinander liegende, von massiven Eisenträgern gestützte Produktionsebenen eingezogen, auf denen Walk- und Webmaschinen, angetrieben von einer Dampfmaschine im Erdgeschoss, ihren Dienst tun. Daneben finden sich Lagerflächen und kleinere Räume für die Arbeiterschaft. Nach Jahren des wirtschaftlichen Erfolgs geht im Laufe des 20. Jahrhunderts die Produktion der Fabrik immer mehr zurück, bis sie 1975 endgültig zum erliegen kommt. Die Klosterkirche steht erneut leer und droht völlig zu verfallen.