Säkularisierung

Die Aufhebung der kirchlichen Besitztümer zugunsten der weltlichen Fürsten im Zuge der von Napoleon erzwungenen politischen Neuordnung Deutschlands bereitet im Jahre 1803 auch dem Klosterleben in Lennep ein jähes Ende. Auf Anordnung des Landesherrn wird das Minoritenkloster aufgelöst und sein bewegliches Eigentum versteigert. 1810 erwirbt der Lenneper Kaufmann J. D. Fuhrmann den größten Teil des Grundbesitzes. Die Klosterkirche bleibt als Pfarrkirche der katholischen Gemeinde erhalten, befindet sich aber jahrelang in schlechtem baulichen Zustand. Schließlich gelingt 1831 mit Hilfe staatlicher Finanzmittel der innere Ausbau zu einer Emporkirche, um mehr Platz zu schaffen. Wegen ihres ständigen Mitgliederzuwachses und fehlender Ausdehnungsmöglichkeiten in der ehemaligen Klosteranlage ist die Gemeinde in den folgenden Jahrzehnten jedoch gezwungen, den Neubau einer Pfarrkirche an einem anderen Standort voranzutreiben. 1868 wird die Klosterkirche aufgegeben - eine Epoche geht zu Ende.